Henning Stirner

Bildgestaltung - Spielfilm

Lands EndNICHT FISCH NICHT FLEISCH

 

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NICHT FISCH NICHT FLEISCH
Regie: Matthias Keilich
S16mm (35mm Blow Up) / 2001
TV: ZDF

 

Nominierungen: Deutscher Kamerapreis 2002
First Steps Award 2002

 

Als Baby aus Korea adoptiert und als Deutscher in der Provinz aufgewachsen, lebt Michael (Il Young Kim) zwei Identitäten. Seine Freunde akzeptieren ihn, wie er ist. Doch sein Spiegelbild erinnert Michael immer häufiger daran, dass ein Loch in seiner Biographie klafft wie eine offene Wunde.

 

Wer bin ich? Wo liegen meine Wurzeln? Durch die Trennung seiner Adoptiveltern (Lisa Kreutzer und Christian Steyer) plötzlich auf sich allein gestellt, flüchtet Michael zu seinem besten Freund, Linus (Jürgen Lehmann), nach Berlin. Die Begegnung mit der hübschen Jin Hi (Ju Youn Kim) fordert ihn heraus, eine Entscheidung zu treffen. Denn auch in der koreanischen Gemeinde ist Michael „nicht Fisch, nicht Fleisch“ – als Deutscher ohne Kenntnisse der koreanischen Sprache und Tradition dazu verdammt, ewig zwischen den Kulturen zu leben. Michaels Reise als Fremder im eigenen Land führt ihm vor Augen, dass Heimat viele Gesichter haben kann. Auch das eines geliebten Menschen...

 

Mein erster abendfüllender Spielfilm ist rein von der Schulter gedreht, so vermittelten wir einen unruhigen, verunsichernden Subtext für unseren Helden Michael und konnten darüber hinaus flexibel mit unseren Laiendarstellern arbeiten.

 

NICHT FISCH NICHT FLEISCH ist komplett crossentwickelt gedreht, d.h. auf Umkehrfilmmaterial aufgenommen, welches im Kopierwerk wie ein Negativfilmmaterial behandelt wird, dies führt zu extremen Kontrasten und knalligen, teils Farbort verschobenen Farben.

 

Auch hier leitete uns der Wunsch den Zustand der Figur Michaels, die hin und her gerissen ist zwischen, Provinz und Großstadt, Deutschland und Korea, geliebt und nicht geliebt, zu unterstreichen.